Kalwaria Wejherowska  
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Wer sind die populären Franziskaner ?

Es sind die Nachfolger von Franz von Assisi. Er wurde als Sohn eines reichen Kaufmanns geboren. Als Jüngling führte er ein sorgenfreies Leben und träumte vom ritterlichen Ruhm. Im Krieg mit Perugia geriet er in Gefangenschaft. Als er nach Hause zurückkam, erlebte er einen großen geistigen Umbruch. Er brach mit all dem, was bisher Inhalt seines Lebens ausmachte und gab sich Gott völlig hin.
Als er den Christus sagen hörte: "Franz, geh und bau mein Haus wieder auf, denn es verfällt!", renovierte er alleine einige Kirchen in der Gegend von Assisi. Er wurde alles was er besaß, auch eigene Kleidung los und lebte wie ein Einsiedler. Später begann er allerdings zu verstehen, dass ihn Gott zu etwas mehr aufruft und zwar zur geistigen Erneuerung der Kirche. In eine Kutte angekleidet und mit einem Schnur umgürtet verkündigte er das Wort Gottes. Anfänglich war er alleine, oft missverstanden und verspottet, es begannen sich jedoch schnell andere junge Leute anzuschließen. Auf diese Weise wurde er zum Gründer von drei Orden: der Minderbrüder, der Klarissen und der Terziaren (auch Tertiaren genannt).
Während des Krieges mit Moslems um das Heilige Land begab er sich sogar ins Lager des Sultans um ihm die Frohe Botschaft zu verkündigen. In der Weihnachtsnacht im Jahre 1223 richtete er die erste Krippe ein. Mitte September 1224 empfing er Stigmata auf dem Berg Alwernia.
Bis heute erfreut sich Franz von Assisi großer Beliebtheit, Liebe und Hochachtung nicht nur bei Katholiken und anderen Christen sondern auch bei Nichtchristen.

Das Leben der Franziskaner
(Voller Name: Orden der Minderen Brüder)
besteht auf Beibehaltung des Hl. Evangeliums unseren Herrn Jesu Christi durch Leben in Gehorsamkeit und Ehelosigkeit, ohne Eigentum. Das Evangelium bildet die Basis und endgültige Norm des Ordenslebens, das einen kontemplativ-aktiven Charakter hat, d. h. das Gebet mit der Seelsorge verknüpft. Die Franziskaner leben in einer Brudergemeinschaft, die von den Priestern und Klosterbrüdern ohne Priesterweihe gebildet wird und versuchen, gemäß den Worten des Evangeliums zu handeln. Das Geistesleben von Franziskanern konzentriert sich auf die Person Jesus Christus und auf die Eucharistie, es kennzeichnet sich durch die Verehrung der Muttergottes und Treue der Kirche. Sie "hören mit einem Ohr dem Gotteswillen zu und mit dem andren dem Menschen zu", sie bleiben sensibel für die Welt wo sie ständig Gottesreich bauen. Gott beruft heute noch viele junge Menschen zum Leben nach evangelischen Geboten wie den Hl. Franziskus.

Der größte in der Welt
Dieser Orden ist nicht nur der größte in Polen, sondern auch in der Welt. Er ist einem riesigen Baum mit drei Kronen ähnlich. Drei große Obödienzen des Franziskanerklosters, jede mit einem eigenen Vorsteher zählen fast 40 000 Klosterbrüder.
In Polen gibt es 10 Provinzen der Franziskaner. Provinz der Minderen Brüder ist die jüngste. Sie befasst sich mit äußeren Missionen(außerhalb Polen) und Landmissionen(im Lande) indem sie Missionare zur evangelischen Arbeit schickt. Die Konfrater dieser Provinz arbeiten u. a.in Deutschland, Österreich, Italien, Albanien, Libyen, im Heiligen Land, Bolivien, auf Madagaskar und Papua-Neuguinea. Außerdem befassen sich die Franziskaner mit Jugendseelsorge und führen verschiedene Kirchengruppen. Sie sind Priester in Krankenhäusern und Gefängnissen, ein Teil der Franziskaner beschäftigt sich auch mit der Seelsorge in der Pfarrei und gibt Religionsunterricht in Schulen. Am ersten Orden, beim Franziskaner Säkularorden entstand eine Jugendbewegung mit dem Namen Franziskaner Apostelbewegung. Der Orden gibt eigene Zeitschrift "Franziskaner Welt" heraus, organisiert Jugendtreffen und Exerzitien. In der Posener Provinz, der das Kloster in Wejherowo unterliegt, befinden sich zwei Kalvarienberge des Leidens Christi (in Wejherowo und Pako¶æ) und Heiligtümer des Hl. Antons (in Jarocin und Brodnica). Das Gebiet dieser Ordensprovinz umfasst eine Hälfte Polens (von Hel im Norden, über Wschowa, Osieczna und Jarocin nach Olsztyn und Barczewo im Süden).
In die Ordensgemeinschaft werden Kandidaten aufgenommen, die eine Schule mit dem Abitur abgeschlossen haben (für Priester) oder eine Berufsschule (für die Ordensbrüder).
Die Aufnahme in den Orden fängt mit einem Postulat an, nach dem "ob³uczyny" also die Anlegung eines Ordenskleides folgen, danach Noviziat. Nach dem Noviziat wird ein Gelöbnis für ein Jahr abgelegt, die jedes Jahr erneuert wird und nach einigen Jahren wird ein feierliches Gelöbnis abgelegt, das lebenslang gültig ist. Nach dem Noviziat machen die Kandidaten für Ordensbrüder das sog. "juniorat" durch und Kandidaten für Priester studieren Philosophie und Theologie.
Männliche Jugendliche haben Möglichkeit, sich in einem Kloster für Novizen aufzuhalten, wo sie 3 Tage lang zusammen mit jungen frisch gebackenen Novizen verbringen können. Dadurch können sie einigermaßen das Leben in der Gemeinschaft probeweise leben.

Die Franziskaner in Wejherowo
Die ersten Franziskaner-Reformer kamen in Wejherowo am 13.09.1647 aus Goruszki bei Rawicz an. An beiden Stiftungen Jakub Wejhers (Kloster und St. Anna-Kirche) wurde damals noch gebaut, deswegen zogen die Franziskaner zuerst in einige Häuser an der Klasztorna-Straße (früher Workowa-Straße/Sackgasse) ein und nahmen Kalwaria Wejherowska in ihre Obhut. 1650 erließ der Vorsteher der Provinz Bonawentura Truszkulawski eine Entscheidung über den Bau einer 7-Klassen Klosterschule, die im November 1651 eröffnet wurde. Hier wurden Kandidaten für die Hochschulen vorbereitet, wo Priester ausgebildet werden. Der Unterrichtsplan umfasste Polnisch, Religion, Latein, Deutsch und Mathematik. Es existierte auch ein Schultheater. Der erste Rektor (in der Regel waren das Vorsteher des Klosters) wurde der Priester Grzegorz aus Gdañsk. Das Kolleg in Wejherowo existierte bis 1826 als sie durch preußische Behörden geschlossen wurde.1834 kam es zu Auflösung des ganzen Reformerklosters. Mit der Aufsicht über die St. Anna-Kirche wurden die Geistlichen aus der Kirche der Hl. Dreifaltigkeit betraut. In den von Klosterbrüdern verlassenen Klostergebäuden sollte eine Tuchfabrik entstehen. Der König Fryderyk Wilhelm IV. willfahrte der Bitte des Bischofs von Che³mno Anastazy Sedlag und der Gräfin Klementyna Keyserlingk um die Gründung eines katholischen Gymnasiums. Zu jener Zeit veränderte sich viel in der preußischen Politik. Unter dem Druck der Märzrevolution 1848 wurde die Gesetzgebung liberalisiert, was zur Lockerung der angespannten Situation in den Konfessions- und Nationalitätsfragen, auch in der Kaschubei führte. 1852 kehrten die Klosterbrüder in ihren Orden zurück. Der Frieden war aber nicht von langer Dauer. In den Jahren 1871 bis 1878 löste Bismarck den "Kulturkampf" aus. Es ging um eine rücksichtlose Auseinandersetzung mit Katholizismus und mit Polentum. Die Ordensbrüder aus Wejherowo wohnten seit Frühling 1872 im sog. Neuen Kloster an der 3-Maja-Straße, das aus Spenden der Gläubigen unter der Leitung des Pfarrers Jan Rook erbaut wurde. Die preußische Regierung verkaufte das Kloster an die Stadt für drei Tausend Taler und dieser Betrag wurde für eine Stadtschule bestimmt. Die Hoffnung für eine Wende zu besserem verloren die Reformer aus Wejherwo nach einem Gesetz vom 31. Mai 1875, laut dem alle Orden und ähnliche katholische Gemeinschaften auf dem ganzen Gebiet des Preußischen Königsreiches aufgelöst wurden und es wurde verboten, neue zu schaffen. Am 1.Oktober 1875 wurden die Ordensbrüder gezwungen, das Neue Kloster zu verlassen. Nachdem sie Wejherowo verlassen hatten, hatten die Priester aus der Kirche der Hl. Dreifaltigkeit für den Unterhalt der Kapellen und Organisierung der Ablässe in Kalwaria Wejherowska zu sorgen. Dank dem Wohlwollen des Bischofs von Che³mno Kazimierz J. Kowalski kamen die Franziskaner am 4. Oktober 1946 nach Wejherowo zurück. Die Pfarrei an der St. Anna Kirche wurde am 17. September 1975 erbaut.
( Quelle: Regina Osowicka "Bedeker wejherowski" Wejherowo, 2006)



Franziskanerkloster
Reformer-Str.19
84-200 Wejherowo
tel. (058) 672 17 55


Zentrum der Franziskaner
Wyspiañskiego-Str. 5
10-287 Olsztyn
tel. (089) 535 80 44
e-mail:fdpfranc@polbox.com

Provinzkurie
Garbary-Str. 22
61-867 Poznañ
tel. (061) 853 05 07

Noviziat der Franziskaner
ul. Frankiewicza 4
64-113 Osieczna
tel. (065) 535 01 73


 

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