|  Kalwaria
Wejherowska ist ein Komplex von 26 im 17. Jh. gebauten, auf
Moränenhügeln gelegenen Kapellen.
Es ist eine Perle der Sakralarchitektur des Nordpolens und
neben Kalwaria Zebrzydowska und Pakoska eines der ältesten
Heiligtümer in Polen!
Kalwaria Wejherowska bildet zusammen mit Wejherowo Stadtbebauung
und einem Ensemble von Park und Palast einen einheitlichen
Komplex mit großen landschaftlich-räumlichen Vorzügen. Es
ist eine der drei hervorragendsten Realisierungen des Projektes
eines Kalvarienberges in Polen.
Kalwaria Wejherowska wird auch Heiliger Berg oder Kaschubisches
Jerusalem genannt. Für die Einwohner des nördlichen Polens
ist sie das gleiche wie Kalwaria Zebrzydowska.für die Einwohner
des polnischen Südens.
Kalwaria Wejherowska, seine größte Stiftung begann Jakub Wejher
mit der Festlegung der Pfade und Stellen unter den Bau von
26 manieristisch-barocken Kapellen. Der Bau fing 1649 an und
war 1666 zu Ende. Entfernungen zwischen den einzelnen Kapellen
sollen denjenigen gleich sein, die Jesus in Jerusalem zurückzulegen
hatte. Entfernungen wurden in Schritten gemessen), es wurde
allerdings wissenschaftlich nicht bestätigt. Unter jeder Kapelle
befindet sich eine Handvoll Erde aus Jerusalem. Die Hügel
auf dem Kalvarienberg wurden mit biblischen Namen Ölberg,
Zion und Golgatha benannt.
Architektur der Kapellen wurde geschickt in die Landschaft
eingearbeitet, beide Elemente stehen miteinander im Einklang.
Wie in Jerusalem fließt hier ein Fluss Cedron (vorher hieß
er "Bia³a"). Pilger schreiben dem Wasser aus Cedron eine wunderbare
Kraft zu, es betrifft besonders die Stelle an der gleichnamigen
Kapelle. Der umliegende Wald wird durch typische für die Landschaft
der Kaschubei einheimische Bäume gebildet.
Erste Pilgergruppen kamen nach Wejherowo Ende des 17. Jhs.
1678 erließ der Papst Innocent XI. ein spezielles Breve, das
die ewige Gültigkeit der auf dem Kalvarienberg zu gewinnenden
vollkommenen Ablässe bestätigte.

Den Kalvarienberg betreuen die Franziskaner,
die in die Stadt 1647 von Jakub Wejher eingeführt wurden.
Die Funktion des Kustos hat immer der Vorsteher des Klosters
inne. Die Franziskaner teilen gerne sein Wissen den Besuchern
des Kaschubischen Jerusalems.
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